Ein Volk das nicht fliegt wird überflügelt!
Bern wird nicht überflügelt, der Flughafen Bern-Belp ist startklar und bietet Ihnen in diesem Sommer und Herbst das umfangreichste Flugangebot seiner Geschichte. Unser Bundesstadt-Flughafen hat sich nicht zuletzt dank der breiten Akzeptanz und Unterstützung seitens der Anrainer, Politik, Tourismus, Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, Verwaltung und Wirtschaft in den letzten Jahren zu einem attraktiven Partner für Airlines und Reiseveranstalter entwickelt. Die Flughafenbetreiberin Alpar AG konnte für Januar 2011 bereits eine steigende Auslastung von 44% auf 53% der Linien- und Ferienflüge gegenüber dem Vorjahr kommunizieren. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, jedoch alles andere als selbstverständlich. Das vergangene Jahr zeigte uns mit dem kurzfristig angekündigten Rückzug der Lufthansa, dem Vulkanausbruch in Island und den heftigen Schneefällen im Dezember einmal mehr deutlich auf, wie fragil der Luftverkehr auf äussere, sehr oft kaum beeinflussbare Umstände reagiert. Dass der Flughafen Bern-Belp zu Recht als Wirtschaftsmotor unterstützt und gefördert wird, zeigen die neusten wissenschaftlich erhobenen Wertschöpfungsdaten aus dem Jahr 2010. Diese zeigen für Bern-Belp direkte, indirekte, induzierte und katalytische Auswirkungen/Wertschöpfungen pro Jahr in Höhe von 210 Millionen Franken und weisen 2334 Vollzeitstellen auf.
Die Flughafenbetreiberin Alpar AG ist trotz der sehr positiven Entwicklung weiterhin stark gefordert. Nicht nur der Flughafen Bern-Belp, sondern die gesamte Schweizer Luftfahrtindustrie wird von Seiten der EU im Sicherheitsbereich immer stärker in die Zange genommen und mit einer regelrechten Regulierungsflut in hoher Kadenz und kurzen Fristen eingedeckt. Die Flughäfen werden dadurch nicht nur betrieblich sondern auch wirtschaftlich sehr stark belastet. Ebenfalls für den Schweizer Flugplatzverband und die Aerosuisse ist es eine entscheidende Frage, ob es gelingt, wieder zu Augenmass und Tragbarkeit zurück zu finden und dabei auch die hoheitlichen Aufgaben hoheitlich zu finanzieren. Hier ist auch die nationale Politik gefordert, zusammen mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL Rahmenbedingungen zu schaffen, die di EU-Richtlinien einhalten, ohne die Leistungsfähigkeit der Schweizer Luftfahrtindustrie zu stark zu beeinträchtigen. In letzter Konsequenz geht es um die internationale Wettbewerbsfähigkeit von den Schweizer Luftfahrtinfrastrukturen und der Luftfahrt allgemein.
Die Interessengemeinschaft Berner Luftverkehr dankt allen Beteiligten für die bisherige Unterstützung und zählt auch weiterhin auf ein breit abgestütztes Engagement zu Gunsten des Flughafens Bern-Belp, damit dieser Wirtschaftsmotor unseren Standort weiter stärken kann und Bern auch zukünftig nicht überflügelt wird.
Adrian Amstutz, Präsident IGBL
